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Monographie 5

Josef Chalupnik, Muskau, 1883-1959

Nach Notizen von Angelika Reif


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Die abgebildeten Briefbeschwerer wurden vermutlich von Josef Chalupnik angefertigt. Sie stammen aus seinem Nachlaß und befinden sich noch immer in Familienbesitz.

Josef Chalupnik wurde am 30.07.1883 als zehntes von ca. (!) 20 Kindern in einer der drei Ortschaften namens Prosetsch (Procec) in Böhmen geboren (genaueres ist nicht mehr zu ermitteln); unter den Geschwistern waren dreimal Zwillinge und einmal Drillinge. Seine Kindheit war von Armut geprägt. Im Sommer 1908 heiratete er Anna Wächter in Nieder-Eichwald. Dort kamen 1907, 1909 und 1911 die drei Kinder Bozena, Ludwig und Annel zur Welt.

Josef Chalupnik war als Glasmacher an verschiedenen Orten tätig; nachweisbar sind Nieder-Eichwald (in Eichwald – heute Dubí, Tschechien – wurde Farb- und Tafelglas hergestellt) und Ilmenau, bevor er 1919 mit seiner Familie nach Jena und von dort aus nach Tschernitz bei Muskau zog. Von 1921 an war er zwei Jahre als Wanderglasmacher/ Tafelglasmacher unterwegs. 1923 siedelte er mit seiner Familie nach Lugknitz (seit 1940 Ortsteil von Muskau; heute Leknica, Polen) über, von wo aus er im Februar 1945 nach Bayern flüchtete. 1946 kehrte er zurück und bezog eine Wohnung im Hermannsbad in Muskau. Er starb 1959 an einer Lungenentzündung im Krankenhaus von Zittau.


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